Ratschläge > Magazin 008

Einstieg in ein Unternehmen

Mit sich selbst und den anderen klar kommen

Die ersten Monate in einer Firma bestimmen massgeblich den weiteren Verlauf deiner Mitarbeit im Unternehmen. Während dieser Zeit geht es darum, den Ansprüchen deiner Mitarbeiter und deines Vorgesetzten nachzukommen, deinen Platz im neuen Umfeld zu finden, dich dem Arbeitstempo anzupassen und dich zu beweisen. Ein wichtiger Punkt in dieser Phase ist es, zu lernen, mit sich selbst und mit den anderen klar zu kommen. Hier ein paar Hinweise, die zu befolgen sind, damit sich in dieser Phase alles zum Besten entwickelt.

Sich vorbereiten

Es ist sehr wichtig, den ersten Kontakt mit deinem Chef und deinen Kollegen vorzubereiten. Während du deinem Vorgesetzten womöglich bereits beim Vorstellungsgespräch einmal gegenüber gesessen hast, lernst du deine Mitarbeitenden in den ersten paar Wochen kennen. In einigen Unternehmen kümmert sich dein Vorgesetzter darum, dich den anderen vorzustellen, in anderen wiederum fällt diese Aufgabe dir allein zu. Nun geht es darum, deine Schüchternheit zu überwinden und auf die anderen zuzugehen. Dies hilft dir auch dabei, dir über deine Rolle und die deiner Kollegen im Unternehmen klar zu werden. Falls du Angst davor hast, dabei ins Stottern zu kommen, kann es hilfreich sein, das Ansprechen von Personen in einem kleinen Rollenspiel mit jemandem aus deinem Freundeskreis zu üben.

Um dir den Einstieg ins Unternehmen zu erleichtern, ist es ratsam, dich gut über die Firma zu informieren und zwar schon vor deinem ersten Arbeitstag. Dazu kannst du dich ruhig auch an die verantwortliche Person des Bewerbungsverfahrens wenden. Ebenso werden dir dein Vorgänger oder deine künftigen Arbeitskollegen gute Auskunft geben können. Je besser du die Abläufe und Gewohnheiten an deinem neuen Arbeitsplatz kennst, desto leichter fällt es dir, dich darin einzufügen.

Die Regeln beachten

Mit deiner Ankunft kommen auch neue Ansichten und eine neue Denkweise in das Unternehmen, was dazu führen kann, dass gewisse bestehende Abläufe in Frage gestellt werden. Dies wiederum kann böses Blut bei Alteingesessenen schaffen. Ein neues Element in einer Gruppe bringt anfangs immer ein wenig das herrschende Gleichgewicht aus der Ruhe.

Häufig wurde deine Stelle vor dir von einer anderen Person besetzt. Einigen Angestellten mag dieser Wechsel ein Segen sein, andere werden ihren ehemaligen Kollegen vermissen. Hier ist Taktgefühl gefragt. Man sollte nichts überstürzen und versuchen, einen fliessenden Übergang zu gestalten. Passe dein Tempo dem deiner Mitarbeitenden an, zumindest in den ersten Wochen. Du solltest die Identität deines Teams annehmen, seine Gepflogenheiten und Arbeitsmethoden übernehmen und die geltenden Regeln befolgen. Richte dich nach dem Kleidungsstil und dem Umgang der Kollegen untereinander, ebenso wie nach deren Arbeitszeiten, um dich reibungslos in das Gefüge zu schmiegen. Dir bleibt danach noch genug Zeit, deinen eigenen Arbeitsstil zu entwickeln.

Den ersten Schritt machen

Während es an deinen neuen Kollegen liegt, dich freundlich zu empfangen, ist es als Neuankömmling deine Aufgabe, Kontakte zu knüpfen. Geh auf die Leute zu und zeige dich an ihrer Arbeit und ihrer Person interessiert. Für einen gelungenen Einstieg ist es wichtig, gut zuhören zu können und offen zu sein. Du wirst beim Einarbeiten nicht einzig anhand deiner Leistungen, sondern auch anhand der Arbeitsatmosphäre, die du kreierst, bewertet.

Es versteht sich von selbst, dass hier Kommunikation über allem steht. Nimm kurze Gespräche ernst und achte die Ansprüche und Erwartungen deiner Kollegen.

Seine Pflichten kennen

Um deiner neuen Rolle möglichst schnell gerecht zu werden und dabei nicht den andern auf die Füsse zu treten, erweist es sich als nützlich, sein Pflichtenheft zu kennen, wo Aufgaben- und Verantwortungsbereich festgehalten sind. Falls du dies nicht von vornherein erhältst, solltest du danach fragen. Und falls ein solches Dokument nicht existieren sollte, bitte deinen Vorgesetzten darum, eins zu erstellen. Unter Umständen kannst du es sogar selbst entwerfen und das Ergebnis danach mit dem Vorgesetzten besprechen.

Nach einer solchen Übung fällt es dir leichter, deine Rolle in der Firma zu verstehen und, wer weiss, vielleicht kannst du dich dadurch sogar an neue Aufgaben wagen. Dein Pflichtenheft ist auf jeden Fall stets veränderbar.

Zum Schluss muss gesagt werden, dass der Einstieg eine anspruchsvolle und anstrengende Zeit ist. Wie wir aber ausführlich gezeigt haben, gibt es ein paar Kniffe, die dir die ersten paar schwierigen Monate erleichtern. Ein letzter kleiner Tipp: Traue dich ruhig, in dieser Phase auch einmal mit dem Vorgesetzten eine Zwischenbilanz zu deiner Arbeitsweise aufzustellen

 
 
powered by [kesako]