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Achtung vor deinem Ruf im Internet

blogs, Sozialnetzwerke, partyportale und Kommentare. Es ist einfach, den Spuren, die man im Netzt hinterlässt, zu folgen. Denk daran, wenn du das nächste Mal ausgiebig feierst, denn dein (zukünftiger) Arbeitgeber weiss das auch!

Google dich selbst

Weisst du eigentlich, was man alles unter deinem Namen im Internet findet? Je nach Häufi gkeit deines Namens wird die Menge unterschiedlich sein, doch wenn du nicht gerade Müller heisst und dazu einen geläufi gen Vornamen hast, wäre es besser, wenn es sich auf ein Minimum beschränken würde.

Hat die Suchmaschine gerade die Resultate deiner drei letzten Teilnahmen am Halbmarathon ausfi ndig gemacht, so weiss man im schlimmsten Fall, dass du nicht eine Weltklassezeit gelaufen bist. Gehörst du noch einem Verein an, so wird sich auch das schnell zeigen (aber Achtung: Greenpeace-Aktivisten kommen nicht überall gut an!). Viel mehr sollte, wie gesagt nicht erscheinen, ausser du heisst brad pitt oder Angelina Jolie. Denn nun kommen die Sozialnetze, Fotos und Kommentare, die sich für eine Stellensuche nicht unbedingt positiv auswirken.

Fotos - ach du Schreck!

Du hast dich mit einer Flasche bier in der Hand neben deinem Freund, der gerade einen Joint raucht entdeckt? Kein problem, dein Freund wird das unvorteilhafte bild bestimmt von seinem Account löschen, wenn du ihn darum bittest. und ausserdem ist sein Facebook-profil ja sowieso nur für Freunde einsehbar. blöd nur, wenn es sich schon einer seiner "Freunde" heruntergeladen hat und es jetzt noch woanders verlinkt ist. Mache deinem umfeld also schon im Vornherein klar, dass du keine solchen Abbildungen von dir veröffentlicht haben willst!

Auch bei harmlosen Fotos, also zum beispiel von Hochzeiten, kannst du verlangen, dass zumindest dein Nachname von der Legende gelöscht wird.

Deine eigene Website

Natürlich kannst du dir eine seriöse Seite einrichten, auf der du dich mit deinen Hobbys und deinen berufl ichen Erfahrungen vorstellst. Doch überlege dir gut, was du hochladen willst. Was dir im Moment lustig erscheint, kann in drei Jahren peinlich sein. Frage vielleicht jemanden um Rat, bevor du aktiv wirst. Du kannst auch sogenannte "Robots" installieren, die deine Seite für Suchmaschinen unauffindbar machen. Dafür braucht es eine Datei im obersten Ordner deines Webhosts mit dem Namen "robot.txt". In die Datei schreibst du auf der ersten Linie "user-agent: *" und auf der zweiten fügst du den Text "Disallow: /" ein.

Kommentare

Gehe auch in der virtuellen Welt respektvoll mit deinen Mitsurfern um. Denn beleidigungen oder extremistische Äusserungen zeigen dich nicht in einem guten Licht. und auch wenn du dies unter einem pseudonym tun solltest, deine Ip-Adresse kann leicht zurückverfolgt werden. Dies hat auch schon einigen den Job gekostet, und nicht nur, weil sie über ihren boss gelästert haben.

In der heutigen Gesellschaft, in der schweizweit etwa 68% der personen ab 14 Jahren das Internet mehrmals wöchentlich oder täglich nutzen, lässt es sich kaum vermeiden, im Netz zu erscheinen. Auch die Rekrutierer werfen gerne einen blick hinein, nur um sich ein bild von ihren Kandidaten zu machen. Jedoch kannst du in grossem Masse selbst mitbestimmen, was von dir ersichtlich sein soll und was nicht. Auf die Gefahr hin, dass von jemand anderem etwas über dich veröffentlicht wird, solltest du auch im realen Alltag darauf achten, anständig zu erscheinen, damit sich erst gar keine Gelegenheit bietet, negativ dargestellt zu werden. und vergiss nicht, regelmässig nach dir
zu googlen!

 
 
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