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Wenn der Körper spricht

Das angemessene nonverbale Verhalten annehmen

Beim Vorstellunggespräch ist es oft das erste Mal, dass dich die potentiellen Arbeitgeber treffen. Man sagt, dass der erste Eindruck den Rest des Gesprächs beeinfl usst. Dein Verhalten, dein Outfit, wie du sie begrüsst, wie du dich bewegst und wie du den Raum bewohnst sind Details die die Arbeitgeber wahrnehmen werden. Für dich geht es jetzt darum, auf das Image, das du von dir gibst und auf deine nonverbale Sprache zu achten.

Den Stress kontrollieren

Stress kann sich durch Vieles äussern, wie z.b. Zittern, Schwitzen, Atemmangel oder rote Wangen. Es ist vorzuziehen, ein bisschen zu früh am Treffpunkt anzukommen und sich die Zeit zu nehmen, um sich zu konzentrieren und zu beruhigen. Eine wirkungsvolle Technik ist, ruhig und tief durchzuatmen. Du kannst bei jeder Ein- und Ausatmung im Kopf auf fünf zählen. Einen Schluck Wasser zu trinken kann auch hilfreich sein, um den Stress zu mildern.

Vergiss nicht, dass der Grund weshalb du eingeladen worden bist ist, dass dein Dossier den Arbeitgebern gefallen hat. Es kommt nun ihnen zu, dir eine Stelle mit interessanten bedingungen anzubieten, damit auch du Lust hast, dort zu arbeiten. Wenn die Gesprächssituation beängstigend für dich ist, erinnere dich daran, dass deine Gesprächspartner auch Menschen sind, mit ihren Zweifeln, Ängsten und mit Zielen, die sie erreichen müssen.

Das Outfit

Es gibt kein Standardoutfit, das sich für alle berufe eignen würde. Allerdings ist es wichtig, dass die Arbeitgeber das Gefühl haben, du hättest dich bemüht und dass du dein Outfi t entsprechend der Situation gewählt hast.

Generell hast du weniger Chancen, dich mit einem Hemd und einem Anzug zu irren als mit Shorts oder einer verwaschenen Jeans. Suche dir eher ein formelles und klassisches Outfit aus. Es hängt auch viel davon ab, um was für eine Stelle es geht. Wenn es sich z.b. um ein Vorstellungsgespräch für eine Stelle als Rundfunkmoderator handelt, ist der Anzug überfl üssig und du könntest mit ihm zu introvertiert wirken.

Der Händedruck

Die Hand des Gegenübers zu schütteln ist keine unbedeutende Geste. Es wird für deine bewertung in betracht gezogen. Sieh zu, dass dein Händeschütteln ausreichend kräftig ist, ohne jedoch dem anderen weh zu tun. Das Ziel ist es, dem Gesprächspartner zu zeigen, dass du selbstsicher bist und dass dein platz in ebendiesem Augenblick hier ist.

Der Zeitpunkt der begrüssung entspricht auch generell dem des Vorstellens. Stell dich mit Vor- und Nachnamen vor. Du gehst ans Vorstellungsgespräch als Erwachsener und nicht als Studierender.

Stimme und Mimik

Was du sagst ist wichtig aber auch wie du es sagst. Idealerweise sollte deine Stimme ruhig bleiben. Sie sollte laut genug sein, damit die Zuhörer sich nicht anstrengen müssen, um dich zu verstehen. Eine gute Atmung und eine angemessene position werden dir helfen, dich richtig auszudrücken. Der Rhythmus ist auch von bedeutung. Nimm dir Zeit, um pausen zu machen und um aufzuatmen. Dies lässt deine Rede angenehmer wirken.

Es ist auch gut, hin und wieder zu lächeln. Deine Gesichtszüge sollten nicht steif erscheinen. Dies hilft, dich als warmherzige, kontaktfreudige person, die Fähigkeiten zur Zusammenarbeit besitzt und fl exibel ist, zu zeigen.

Der blick

Man sagt, dass die Augen das Fenster zur Seele sind. Ohne so kategorisch zu sein, ist es trotzdem wahr, dass sie eine grosse Rolle spielen. Schau deinem Ansprechpartner in die Augen und vermeide die ausweichenden blicke. pass aber auf, ihn nicht zu sehr anzustarren, so dass es ihm dabei unwohl würde.

Die Haltung

Es ist wichtig, eine gemütliche position einzunehmen. Dies wird deinen Stress mindern. Wenn du dich gut fühlst, merkt das auch dein Gesprächspartner. Wenn du stehst, steh aufrecht und sei selbstsicher in deinen Schritten. Auf dem Stuhl, sitz mit den Füssen gut auf dem boden gestellt und mit einem geraden Rücken. Deine Arme nicht verschränken, denn dies gibt ein bild von Verschlossenheit ab. Lege deine Hände auf den Tisch, wenn es einen gibt, sonst auf deinen Schoss. Indem du dich ein bisschen nach vorne beugst, deutest du an, dass du kommunikativ bist und mit deinem Ansprechpartner zusammenarbeiten möchtest. Du kannst auch beobachten, wie sich die Interviewpartner verhalten und dich anpassen. Aber sei vorsichtig, keine unangebrachten positionen zu kopieren.

Üben

Vor dem Gespräch kannst du deine nichtverbale Kommunikation trainieren. Eine Möglichkeit ist, dich mit einem Freund während eines Rollenspieles zu filmen. Während des Gesprächs mit deinem Freund wirst du schnell diese fi ktive Situation vergessen und deine üblichen Refl exe werden die Oberhand nehmen.

 
 
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