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Wie bewirbst du dich erfolgreich online?

Alle Infos über diese neue Art der bewerbung

Die Zeiten, als die Arbeitgeber handgeschriebene bewerbungen verlangten, sind vorbei. Tatsächlich ist es üblich geworden, die Möglichkeit zu haben, sich online zu bewerben. Aber wie funktioniert das genau? Welche Regeln sind einzuhalten? Hier sind einige Ratschläge, die dir helfen werden, deine Online-bewerbung zu meistern.

Vielleicht hast du den Eindruck, diese Art der bewerbung sei einfacher, weil du deinen bewerbungsbrief und deinen Lebenslauf nicht ausdrucken, deine Zeugnisse nicht kopieren, du keine briefumschläge kaufen und nicht bis zur post gehen musst... Alles was du brauchst, sind ein Computer und ein Internet-Anschluss. Aber denke nicht, dass du weniger Energie aufwenden musst. Es stimmt zwar, dass du alle diese zeitaufreibenden Dinge nicht tun musst, wie bei einer bewerbung per post, aber du hast mehr zu schreiben: nämlich die E-Mail, die du zusammen mit deinen unterlagen schickst.

Gib die E-Mail-Adresse des Arbeitgebers erst ein, wenn du alle Etappen abgeschlossen hast. So verhinderst du, dass du eine falsche Taste drückst und die E-Mail zum beispiel ohne Anhang sendest...

Erster Schritt: deine E-Mail-Adresse

Vielleicht erscheint es dir logisch, aber du solltest deine bewerbung nicht von einer Adresse aus schicken wie blümchen@hotmail.com oder dreikäsehoch@yahoo.com. Du brauchst eine seriöse E-Mail-Adresse. Das Einfachste ist dein Vorname, gefolgt von deinem Nachnamen. Wenn du keine solche Adresse besitzt, dann solltest du dir 5 Minuten Zeit nehmen, um dir eine zuzulegen. Wahrscheinlich ist es für dich sowieso praktischer, eine private und eine professionelle Adresse zu haben, so vermischst du nicht alles und hast direkten Zugriff auf die Infos, die dich interessieren.

Falls du bereits berufstätig bist, vermeide es, deine bewerbung von dieser Adresse aus zu senden, nur so sicherst du dir höchste Diskretion.

Zweiter Schritt: der betreff der E-Mail

Es ist nicht nötig, eine lange E-Mail zu schreiben. Es ist hingegen wichtig, dass sie klar ist und der Empfänger sofort versteht, um was es geht. Du kannst zum beispiel schreiben: "bewerbung für die Stelle als..." und dann die genaue bezeichnung der Stelle, wie du sie in der Anzeige gelesen hast. Wenn du dich spontan bewirbst, kannst du schreiben: "Spontanbewerbung für die Stelle als...".

Es ist auch möglich zu schreiben: "Spezialist/in in... sucht posten als...". Es ist durchaus erlaubt, etwas origineller zu sein, aber das Ziel ist es, dass der Arbeitgeber versteht, um was es geht und er die E-Mail nicht direkt in den Spam-Ordner verschiebt, ohne sie überhaupt aufzumachen.

Dritter Schritt: das Schreiben der E-Mail

Auch wenn du es gewöhnt bist, öfters E-Mails an deine Freunde zu schreiben und du mit dem Internet bestens vertraut bist, darfst du das nicht verwechseln. Du bewirbst dich für eine Stelle, das ist eine ernste Sache, also vergiss Abkürzungen und Smileys. Fange an mit "Sehr geehrte Damen und Herren". Das kommt dir vielleicht komisch vor für eine E-Mail, doch lieber, man ist etwas zu formell als nicht genug.

Damit du Schreibfehler vermeidest, kannst du deinen Text auch in einem Word-Dokument schreiben und ihn anschliessend kopieren.

Es ist nicht nötig, einen zweiten bewerbungsbrief zu verfassen, aber du musst in ein paar Sätzen schreiben, warum du diese E-Mail sendest. Achte darauf, dich kurz zu fassen, denn Arbeitgeber erhalten zahlreiche E-Mails, haben aber nur wenig Zeit, sie zu lesen. In deinem Text musst du erwähnen, dass du deine bewerbungsunterlagen beigefügt hast.

Verwende am Ende deiner E-Mail einen formellen Gruss, doch vermeide es, dieselben Ausdrücke zu verwenden wie in deinem bewerbungsbrief. Und vergiss nicht, deinen Namen darunter zu setzen...

Vierter Schritt: die Anhang-Dateien

Wenn die E-Mail einmal geschrieben ist, musst du folgende Dokumente anhängen: deinen bewerbungsbrief, deinen Lebenslauf und deine Zeugnisse. Achte darauf, die Dateien umzubenennen bevor du sie anhängst. Es ist unnötig zu sagen, dass du es vermeiden solltest, einen Lebenslauf zu verschicken, der als "Lebenslauf2006" gekennzeichnet ist, wi r uns aber im Jahr 2009 befi nden. Oder schlimmer, einen bewerbungsbrief "briefubS" zu senden wenn du dich bei Crédit Suisse bewirbst.

Bei den Zeugnissen solltest du aufpassen, dass die Dateien nicht zu gross sind, damit der Empfänger nicht zu viel Zeit braucht, um sie zu öffnen. Denn wenn dies der Fall ist, besteht das Risiko, dass er sie einfach nicht liest und so deine bewerbung gar nicht erst berücksichtigt.

Fünfter Schritt: und dann?

Vielleicht antwortet dir der Arbeitgeber, dass er deine bewerbung erhalten hat und er dich auf dem Laufenden halten wird. Du kannst dich bei ihm bedanken und sagen, dass du dich über eine positive Antwort sehr freuen würdest.

 
 
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